Schenke Zeit. Werde reich.
 

Schenke Zeit. Werde reich.

Generationensolidarität federt die Folgen des demographischen Wandels ab. KISS Schweiz initiierte dazu ein Modell, das nun Unterstützung von der AXA Stiftung Generationen-Dialog erhält.

main-image2Schätzungen zu Folge, wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in der Schweiz von heute 290‘000 Personen bis 2050 auf bis zu 720‘000 Menschen erhöhen. Viele werden auf kleinere oder grössere Unterstützung angewiesen sein, um zuhause verbleiben zu können. Gleichzeitig verkleinert sich der Anteil an Erwerbstätigen und damit der Einnahmen für die Sozialvorsorgeeinrichtungen. Mit der sich verändernden demografischen Verteilung sieht sich unsere Gesellschaft mit grossen Herausforderungen konfrontiert.

Die Stiftung Generationen-Dialog beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Generationenfragen. Im Jubiläumsjahr 2016 will die Stiftung ein Zeichen setzen und mit der Aktion «Schenke Zeit. Werde reich.» aktiv einen Beitrag zu einem visionären Generationenprojekt leisten. Sie ist dazu eine mehrjährige Kooperation mit dem Dachverein KISS-Schweiz eingegangen. Ziel ist, das Modell der Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschriften schweizweit zu verbreiten.

«Unser Engagement trägt dazu bei, dass in der ganzen Schweiz weitere Initianten zur Gründung von KISS-Genossenschaften animiert werden.»

Regula Stocker, Geschäftsführerin der AXA Stiftung Generationen-Dialog

Verblüffend einfach

main-image1Das System funktioniert verblüffend einfach: Jüngere Menschen  verschenken Zeit, indem sie einer Person in ihrer Nachbarschaft konkrete Hilfe leisten, wie Begleitung oder Betreuung. Für die geleisteten Stunden sammeln sie Zeitguthaben, die sie im Gegenzug in Anspruch nehmen können, wenn sie selbst Hilfe benötigen.

Dass Menschen tatsächlich bereit sind, anderen zu helfen und ihre Zeit zu schenken zeigt ein kurzer Film über ein Quartier-Experiment in Bern, den die Stiftung Generationen-Dialog dem Verein KISS im Jubiläumsjahr schenkte. «Das KISS-Modell ist eine innovative Antwort auf die drängende Generationenfrage – und gelebte Solidarität zwischen den Generationen. Das unterstützen wir», sagt Regula Stocker, Geschäftsführerin der AXA Stiftung Generationen-Dialog. «Unser Engagement trägt dazu bei, dass in der ganzen Schweiz weitere Initianten zur Gründung von KISS-Genossenschaften animiert werden. So kommt die Idee voll zum Tragen.»

«Geben und Nehmen» macht glücklich. Film ab!

Wie das geht, zeigt Ihnen unser Quartier-Experiment: Wir fragen Menschen, ob sie einer fremden Person eine Stunde lang helfen würden. Was passiert, wenn sich Personen auf so ein Experiment nach dem Vorbild von «KISS» einlassen?

Eine vierte Säule der Vorsorge

Zeit ist ein kostbares Gut, aber es ist flüchtig. Zeit lässt sich bisher auf keinem Sparkonto äufnen. Mit dem «KISS-Modell» gibt es aber eine neue Perspektive. «Durch KISS lässt sich Zeit verschenken und solidarisch teilen. Sie und ich können heute Zeit für jemanden investieren, um später Zeit von jemand anderem zurückgeschenkt zu bekommen. Dies hilft ganz konkret Sozialkosten abzufedern», erklärt Susanna Fassbind, Mitgründerin von KISS. Das liest sich fast wie ein Versicherungsmodell. Der Verein KISS nennt deshalb seine Idee der zwischenmenschlichen geldfreien Vorsorge in Anlehnung an das Schweizer Dreisäulenmodell «die 4. Vorsorgesäule».

Dies passt gut zur AXA Winterthur – mit über 400‘000 versicherten Personen in der beruflichen Vorsorge einer der führenden Schweizer Lebensversicherer. Mit der Stiftung Generationen-Dialog setzt sich das Unternehmen seit 40 Jahren für den Brückenschlag zwischen den Generationen ein und thematisiert Chancen und Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft. «Unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, heisst für die AXA Winterthur auch, sich in gesellschaftlich relevanten Themenbereichen zu engagieren», betont Stiftungsratspräsident Dieter Gosteli, bei der AXA Winterthur verantwortlich für den Bereich Corporates.



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