Rita’s Montags-Enkelkinder
 

Rita’s Montags-Enkelkinder

Das Projekt Generationen-Dialog in der Kindervilla Chäferfäscht verbindet die Jüngsten und Älteren unserer Gesellschaft. Zwei davon sind Rita Gubler und Fredy Funke.

Es ist ein sonnig warmer Nachmittag Mitte April. Rita Gubler und Fredy Funke vom Freiwilligen-Team sitzen mit Projektleiterin Mirjam Albrecht im Kita-Büro und besprechen den Ablauf des Generationen-Dialog-Nachmittags. Dieser Teil ist Mirjam Albrecht besonders wichtig: «Das Team entscheidet aktiv mit, wie wir den Kindernachmittag gestalten wollen. Singen, Ausflüge, Backen, Handwerken – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich bin aktiv dabei und unterstütze die Aktivität.» Im Moment ist gemeinsames Musizieren und Tanzen im Fokus. Der pensionierte Mathematiker Fredy Funke spielt 10 verschiedene Musikinstrumente und ist mehr als glücklich, jeweils ein bis zwei seiner klingenden Schönheiten den Kindern zu erklären und sie dann darauf spielen zu lassen.

«Pia, Livia, Roberto und Gian sind meine Montags-Enkelkinder»

Rita Gubler, Freiwilligen-Team Generation-Dialog im Chäferfäscht

Die Motivation, sich für den Generationen-Dialog mit den Kindern zu engagieren ist sehr individuell. Rita Gubler erzählt: «Als sich meine Lebensumstände vor zwei Jahren stark veränderten, hatte ich plötzlich Zeit und Interesse, mich im sozialen Bereich zu engagieren. Jedoch hat mich das Thema Betagtenunterstützung nicht so angesprochen. Da ich wohl eher keine eigenen Enkelkinder bekommen werde, war für mich schnell klar, dass ich meine Freizeit gerne mit Kleinkindern verbringen möchte. Als ich vom Projekt hörte, habe ich mich sofort gemeldet und freue mich seither Besonders auf den Montag. Beim Bewegen und Tanzen bringe ich mein Wissen als ehemalige Gymnastiklehrerin ein, oft sind es aber die ganz kleinen Momente, wie ein kurzes Babylächeln oder die strahlenden Kinderaugen beim gemeinsamen Singen, die mein Herz erfreuen.»

«Oft sind es die kleinen Momente, wie ein Babylächeln, die mein Herz erfreuen»

Rita Gubler

Die Stimmung im Musikzimmer der Bären-Gruppe ist ausgelassen, es wird gesungen, getanzt, gelacht und Fredys Trompete und Posaune werden voller Begeisterung ausprobiert. Nach anderthalb Stunden klingt der gemeinsame Nachmittag bei einem gemütlichen Zvieri im Garten aus. Fredy Funke verabschiedet sich mit einem Augenzwinkern: «Jetzt brauche ich erstmal ein bisschen Ruhe». Ausserdem will er noch Geige üben, er ist auch Mitglied des Seniorenorchesters am Obertor. Rita Gubler hingegen setzt sich gerne noch etwas länger mit der Kinderschar und ihren Betreuerinnen an den kleinen Zvieritisch: «Das war wieder ein belebender Nachmittag – ich will unbedingt fragen, ob ich nächste Woche die grösseren Kinder auf ihrem Wald-Tag begleiten kann.»



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